Archiv der Kategorie ‘Hanf-Baustoffe‘

Stark besetzte Aktionsbühne auf der CREATIVA 2008

Montag, den 25. Februar 2008

Anregungen für ungewöhnliche Mode/ Schmuck aus Fahrradketten und Baumrinde/ Europas größtes Strickjournal mit eigener Modenschau

Das Möbel 'Psycho' mit Blutspuren - ein ungewöhnliches Exponat aus der Sonderschau 'FrauenPower'
Das Möbel ‘Psycho’ mit Blutspuren - ein ungewöhnliches Exponat aus der Sonderschau ‘FrauenPower’

(lifepr) Dortmund, 22.02.2008 - Die CREATIVA verwandelt die Messe Westfalenhallen Dortmund vom 12. bis 16. März wieder in ein riesiges Gestaltungsatelier. In sämtlichen Messehallen gibt es Workshops zum Mitmachen und Vorführungen. Traditionell ist ein Schwerpunkt dabei die Westfalenhalle 4, in der die Präsentationen auf der Aktionsbühne Trend-Themen wie
“Schmuck”, “Strickmode für den Frühling” und mit dem “Schwinglieren” eine neue Bewegungskunst aufgreifen. Da die CREATIVA zum Großteil von Frauen besucht wird, gibt es in Halle 4 außerdem, thematisch dazu passend, die Sonderschau “FrauenPower”.

Die diplomierte Designerin Sky Lange-Ford hat sich im deutschsprachigen Raum bereits einen Namen unter Freunden ungewöhnlichen Schmucks gemacht. Mit viel Liebe zum Detail, hochwertigen Anfertigungen und unverwechselbaren Accessoires – wie z. B. großen Colliers – regt sie neue Trends an. Jede Perle ist einzeln von Hand gedreht. Viele der verwendeten Blüten sind von Hand koloriert. So erhält jedes Stück seinen eigenen Charakter.Auch außergewöhnliche Materialkombinationen, zum Beispiel unter Verwendung von Fahrradketten, Baumrinde oder Hanf, machen den Aufsehen erregenden Stil dieser Arbeiten aus.

Mode und Accessoires auf dem Laufsteg
Seit fünf Jahren ist Jeannette Knake Gast auf der CREATIVA. Sie zeigt, wie aus Stoff-, Filz- oder Wollresten attraktive neue Kleidung und Accessoires entstehen können. Etwas ganz Neues präsentiert die Textilkünstlerin mit der Technik Crazy-Style, die gemalte Motive – z. B.Perlen auf Stoffen – wie eine Stickarbeit wirken lässt.

Besonders attraktiv für alle, die auf frühlingsgemäße Anregungen für die eigene Kleidung warten: “Sabrina”, Europas größtes Strickjournal, präsentiert auf der CREATIVA 2008 Highlights aus der aktuellsten Ausgabe im Rahmen einer eigenen Modenschau.

Die KlugeStrickArt ist bekannt als eine spezielle Handstrick- Methode für großformatige Bilder und Objekte. Auf der CREATIVA-Aktionsbühne erleben die Besucher die modische Umsetzung dieser Handarbeitstechnik. Ebenso sinnlich und charmant sind die Accessoires der Klöppellehrerin und Designerin Martina Wolter-Kampmann, die ebenfalls auf der Ausstellung präsentiert werden.

Und auch das gibt es auf der CREATIVA 2008: Das
“Schwinglieren” ist eine Bewegungskunst, die Schwingen und Jonglieren miteinander verbindet. Der Autor Klaus Scheuermann präsentiert sein neuestes Buch und zeigt, wie man diese Kunst allein oder mit Partner praktizieren kann. Dabei werden Konzentration, Rhythmusgefühl und Koordination gefördert. Gleichzeitig werden die linke und rechte Gehirnhälfte beansprucht. Besonders geeignet ist das “Schwinglieren” für den Sportunterricht, für die Jugendarbeit oder für Zirkusschulen.

Künstler und Bastel-Experten in Aktion
Aber auch traditionelle Kreativtechniken, wie das Malen, kommen auf der CREATIVA zu ihrem Recht. Ausdrucksvoll setzt die Malerin Helene Ravn ihre Ideen auf einer großformatigen Leinwand um. Musikalische Improvisationen begleiten sie und entfalten ein Wechselspiel zwischen Musik und Malerei. Die Künstlergruppe Farbraum gestaltet am Messe-Freitag den Ausklang auf der Aktionsbühne.

Mit Stempeln und speziellen Farben lassen sich durch die Technik des Batikens erstaunliche Effekte erzielen.

Experten demonstrieren auf der CREATIVA, wie genau das funktioniert.

Martina Lammel bastelt live aus ihrer neuen Zeitschrift
“Martina”. Wer sie aus der Sendung “ARD-Buffet” kennt, weiß, dass ihre schnell umsetzbaren Ideen außergewöhnliche Effekte erzielen. Ihr Motto: Kleiner Aufwand, große Wirkung.

Nicht nur auf der Bühne, auch im Publikum sind die meisten Menschen auf der CREATIVA traditionell weiblich.Grund genug, den Frauen auch eine eigene Sonderschau zu widmen. Unter dem Titel “FrauenPower – Visionen in Kunst & Design” werden sich auf der diesjährigen CREATIVA Künstlerinnen aus ganz unterschiedlichen Bereichen präsentieren. Sie widmen sich Mode genauso wie Interieur und Objektkunst. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem “frauenmuseum bonn”entstanden.

Kurz und gut: Die CREATIVA wird ihrer führenden Position in Deutschland auch 2008 gerecht. Die Ausstellung richtet sich an alle, die sich in Freizeit und Beruf mit handwerklichkreativen und gestalterischen Tätigkeiten beschäftigen.Neben den reinen Privatbesuchern sind das insbesondere Kinderpfleger/innen, Erzieher/innen, Lehrkräfte, Ausbilder, Sozialpädagogen und Therapeuten. Sie erhalten hier einen Überblick über ein vielfältiges Kreativangebot, können sich beraten lassen, neue Produkte ausprobieren und innovative Kreativtechniken kennen lernen.

Neben den kreativen Anregungen, die die Besucher auf den zahlreichen Aktionsflächen sammeln können, präsentieren über 400 Aussteller in den Hallen 4 bis 8 ein riesiges Spektrum an Kreativmaterialien, -produkten und auch -werkzeugen.

Öffnungszeiten: täglich 9 bis 18 Uhr.
Eintrittspreise: Erwachsene 9 Euro, ermäßigt 6 Euro, Kinder
(6-13 Jahre): 4,50 Euro Weiterführende Informationen zur CREATIVA unter www.creativa.info.

Neues Dach in Planung?

Montag, den 25. Februar 2008

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Das Bauland ist gefunden, die Finanzierung steht, der Entwurf des Hauses begeistert -  und wie soll das Dach gedeckt werden?

Ein Haus sollte, so heißt es, auf solidem Grund gebaut werden. Das ist richtig. Doch große Bedeutung kommt beim Hausbau auch dem Dach zu. Denn es ist nicht nur die bauliche Krönung des ganzen, es muss das gesamte Bauwerk auch von oben her schützen. Ob konventionell massiv gemauertes Haus oder Fertighaus. Das Dach kann in unterschiedlicher Konstruktionsweise ausgeführt werden. Im Unterschied zur Wandproduktion, die im Fertigbau mit enorm hohem Vorfertigungsgrad in den letzten Jahren immer weiter perfektioniert worden ist, werden auch die meisten Fertighausdächer noch immer zimmermannsmäßig errichtet. Das heißt, man errichtet den Dachstuhl Balken für Balken und Sparren für Sparren vor Ort. Jedoch gehen beim Fertigbau immer mehr Firmen dazu über, die Dachflächen in Sandwich-Bauweise aus im Werk vorgefertigten Großelementen zu errichten.

Es werden zwei unterschiedliche Dämmsysteme bei Dächern angeboten

Das Kalt- oder Warmdach. Beim Kaltdach handelt es sich um den althergebrachte Dachaufbau mit Be- und Entlüftung eines zwei- oder mehrschaligen Aufbaus. Die Hinterlüftung der Dachaußenhaut findet in der Dachlatten- bzw. Konterlattungsebene statt. Auch zwischen raumseitiger Unterspannbahn und Wärmedämmschicht wird üblicherweise Luft gelassen, nur bei extrem diffusionsoffener Unterspannbahn kann darauf verzichtet werden. Generell nicht durchlüftet ist das einschichtige Warmdach. Diese Dachvariante wird oft in Form einer so genannten Aufdachdämmung ausgeführt, wodurch der Gesamtaufbau des Daches aus Sparrenebene und darüber liegender Dämmebene wesentlich dicker wird. Auf der anderen Seite handelt es sich um eine ausgesprochen sichere, wärmebrückenfreie Lösung, und man hat ein Sichtgebälk. Die Wärmedämmung wird also zwischen oder über den Sparren angeordnet, in seltenen Fällen auch darunter. Bei Niedrigenergie- und Passivhäusern kann die geforderte Dämmstoffdicke auch Kombinationen aus Dämmung unter und zwischen beziehungsweise über und zwischen den Sparren erfordern. Als Dämmmaterialien kommen wie in den Fertighauswänden Mineralfasern, also Glas- oder Steinwolle sowie Hanf in Plattenform oder von der Rolle in Betracht. Daneben gibt es Platten aus Kunststoffen wie Polystyrol oder auch aus Holzweichfasern.

Der richtige Ziegel fürs Dach

Mit der wichtigste Teil des Daches ist die Dacheindeckung. Die Eindeckmöglichkeiten gehen von Beton-Dachsteinen über Tonziegel bis hin zu Metalldachpfannen. Mit Hightech-Dachsteinen bleibt das Dach länger sauber. Ein sicheres und ansprechendes Dach ist immer ein Grund zur Freude. Doch gerade das Dach ist dem Einfluss des Wetters stärker ausgesetzt als jeder andere Teil des Hauses. Bei der Auswahl des Bedachungsmaterials sollten Bauherren daher auf langjährige Herstellergarantien achten. Vorteile bieten auch Dachsteine, die mit Schmutz abweisender Wirkung ausgerüstet sind. Diese ausgeklügelte Technik des Herstellers ist inzwischen zum Standard bei vielen Dachsteinen geworden. Daher finden Bauherren, die vor einer Neueindeckung oder Sanierung stehen, für jedes Haus ein passendes Modell. Die Dachsteine sind in den Oberflächen „Matt” und „Seidenmatt” sowie in zahlreichen Farb- und Formvarianten erhältlich.

Bauherren sollten sich bereits bei der Entscheidung für ein bestimmtes Ziegelmodell unbedingt kompetenten Rat beim Fachmann einholen und auch später bei der Eindeckung mit dem ausgesuchten Ziegel nur Fachleute aufs Dach lassen. Nur so kann langfristig ein sicheres Dach überm Kopf gewährleistet werden.

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Feng Shui und Natur am Bau

Montag, den 25. Februar 2008

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Mondholz aus Österreich, Schiefer aus Deutschland, Bauregeln aus Fernost und Präzisionsarbeit aus der Schweiz: Mit einem achteckigen Feng Shui Haus hat sich die Architektin Monika Mutti-Schaltegger einen Lebenstraum erfüllt – und eines der interessantesten ökologischen Wohngebäude Europas entworfen.

Am Anfang stand ein Traum, am Ende ein einzigartiges Haus mit vier Etagen: „Ich wollte etwas bauen, das meinem Lebensstil entspricht“, lächelt die Hausfrau, Mutter und Unternehmerin. So fließend wie ihr Leben, so sollte ihr Eigenheim sein, wo sie Familie, Freizeit und Beruf unter eine Haube bringt –„der Tag hat 24 Stunden, in denen ich das ganze Lebensspektrum genießen kann.“ 18 Monate ließ sie sich Zeit für die Planung, denn hinter der schicken Fassade aus rechteckigem Schiefer steckt nicht nur eine nach Feng Shui Regeln ausgerichtete Hausausrichtung wie Einrichtung, sondern auch ausgeklügelte Öko-Technik. Für die Zusatz-Beheizung von 380 Quadratmetern Wohn- und Arbeitsfläche genügt selbst an eisig-kalten Tagen „die Energie von zwei Haarföhnen“, betont Monika Mutti. Den Holzofen im Wohnbereich gibt´s „nur fürs Gemüt“.

Chinesische Tradition trifft europäische Technik: Als Heizung nutzt die engagierte Architektin die menschliche Wärme der Bewohner sowie die Abluft aus Waschmaschine und Kühlschrank, aus Lampen und Computern ihres Büros. Der Brennofen einer Keramikwerkstatt im Untergeschoss liefert als Abfallprodukt das warme Wasser. Auch das größte Geheimnis ihres Mini-Energie-Hauses lüftet sie gerne: Es heißt Wärmespeicherung und liegt in der Dämmung aus Hanf und massiven Holzwänden in Verbindung mit einem ausgeklügelten Lüftungssystem, das sich hinter der seidig-schimmernden Naturstein-Fassade versteckt. Bei der Suche nach natürlichen wie langlebigen Baumaterialien stieß die Schweizerin auf Schiefer – und auf ein neuartiges Außenwandsystem, das vom Marktführer Rathscheck Schiefer in Mayen/Eifel entwickelt wurde. Die rechteckigen Schiefersteine werden mit glänzenden Edelstahlblechen gehalten – und trotzen Jahrzehnte Wind und Wetter. Monika Mutti-Schaltegger: „In diesem Jahrhundert muss die Außenhaut nicht mehr saniert werden.“

Hinter der „Unterlegten Rechteckdeckung“, so der Fachbegriff, verbirgt sich der eigentliche Kern des Schweizer Energiewunders: Auf 17 Zentimeter dicke Massivholzwände wurde eine 18 Zentimeter dicke Hanfdämmung aufgebracht – komplett ökologisch. Denn zum Verkleben des Mondholzes, das im Zyklus des Planeten im Salzburger Land geschlagen wird und eine besondere Festigkeit aufweist, ersetzen normaler Quark und bester Honig den obligatorischen Leim als Verbinder; statt Schrauben wurden Holzdübel verwendet. Die Kombination macht es möglich, im warmen Sommer so reichlich Wärmeenergie in der Wandkonstruktion zu tanken, damit es im Winter drinnen nicht kalt wird: „Wir haben durchgängig 17 bis 20 Grad in den Räumen, je nach Nutzung des Raums“, bestätigt die Architektin nach neun Monaten Selbstversuch. Da die Außenwände zusätzlich innen hinterlüftet sind, strahlen sie nicht kalt ab und lassen die Raumtemperatur wärmer erleben.

Dass Schiefer in seiner Entstehungsgeschichte auch noch den Feng Shui Grundideen nahe kommt, war für Monika Mutti eine angenehme Begleiterscheinung bei der Wahl ihrer wesentlichen Baumaterialien: „Was liegt näher als ein Produkt aus der Natur zu nehmen?“ Entstanden sind die auf fünf Millimeter gespaltenen starken Schiefersteine für das einzigartige wie vorbildliche Feng Shui Haus vor rund 400 Millionen Jahren, als Naturgewalten verfestigten Tonschlamm aus den Tiefen der Meere mit ungeheurem Druck nach oben pressten. Heute gilt das Urgestein als eines der langlebigsten Baumaterialien für Dach und Fassade, der deutsche Schieferlieferant Rathscheck im Zuge der Rückbesinnung auf natürliche Baumaterialien als einer der Weltmarktführer und Trendsetter: „Die Kosten für die aufwändigere Konstruktion“, hatte die engagierte Architektin vorher hochgerechnet, „werden im Laufe der Jahre schnell hereingeholt.“ Nach dem ersten Winter zieht sie bereits eine positive Heizkostenbilanz: Das Gebäude benötigte für knapp 300 Euro Strom, um Zusatzheizung in Betrieb zu halten. Das Lüftungssystem funktioniert dynamisch, ohne Strombedarf und nur mit Erzeugung eines Unterdruckes mit Hilfe des Windes.

Gesund bauen, mit der Natur leben – und dabei erfolgreich glücklich und gesund sein: Das Grundprinzip des Feng Shui setzt die Schweizerin aus dem kleinen Dorf Mosnang in Toggenburg seit mehr als sieben Jahren erfolgreich um. Anfangs kritisch betrachtet von vielen Berufskollegen - heute als kompetente Gesprächspartnerin gefragt, verbindet die „Querdenkerin“ (Mutti über Mutti) ökologische Bauweise mit technischem Fortschritt - und einem Schuss Esoterik: „Wichtig ist, dass möglichst gute Energie ins Haus fließt.“

In ihrem eigenen Wohlfühl-Bau führen verschiedene Wege zum Ziel – äußerlich sachlich-technisch modern, empfängt den Besucher hinter dem obligatorischen Windfang innen eine Mischung aus Form und Farbe, aus massiven Holzböden und venezianischem Stuck. Außen schimmert das Feng Shui Haus zu allen Tages- und Witterungszeiten immer wieder anders, da die Glimmerlagen des Schiefers je nach Lichteinstrahlung und Feuchtigkeit die Farbe verändern. Für die Bauherrin war der neue Rechteck-Schiefer „Liebe auf den ersten Blick“, nachdem sie in Basel die Außenhaut des neuen Schauspielhauses begutachtet hatte. „Faszinierend“, lacht sie, „bin ich vom Anblick in klaren Mondnächten: Da schimmert mein Haus wie ein Sternenhimmel.“

Form, Funktion und Farbgebung bilden im Feng Shui Haus eine Einheit – und sorgen für ein gutes Chi, womit die Chinesen Lebensenergie meinen. Ökologie und Ökonomie stehen im Kanton St. Gallen ebenfalls in perfektem Einklang: Der Baupreis von knapp 1440 Euro pro Quadratmeter entspricht dem vergleichbaren Preis eines Wohnhauses gehobener Qualität.

 

Infos und kostenlose Bauherrenbroschüre zum Thema Schiefer auf Dach und Fassade finden Sie unter www.dach.de

Neuer umweltfreundlicher Baustoff entwickelt. Ein Haus aus Hanf, Lehm und Holz

Montag, den 25. Februar 2008

Das Rad wurde zwar nicht neu erfunden, doch mit seinem Projekt NEUZEITBAU liegt der Berliner Architekt Frank Braun voll im Trend. Mit den Zutaten Sonne, Wasser, Lehm und Hanf produziert der 51jährige Visionär einen wärmedämmenden, atmungsaktiven Baustoff, der es mit jedem industriell hergestellten Material aufnehmen kann. In Belzig, bei Berlin, entsteht derzeit das erste NEUZEITBAU Musterhaus. Ab März 2008 kann dieser Prototyp von interessierten Besuchern begutachtet werden.

Das bezüglich unseres immens steigenden Energieverbrauchs einiges im Argen liegt, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, doch gerade der Bausektor hat hier noch einige Defizite, im Hinblick auf ressourcenschonende Produktionsprozesse, wett zu machen.

Bei Neuzeitbau beginnt der Herstellungsprozess des Basismaterials mit dem Anbau eines nachwachsenden Rohstoffs, mit dem Anbau von Hanf, der pro Hektar in einer Wachstumsperiode über 13 Tonnen CO2 reduzieren kann. Es ist kein fabrikmäßiger Aufschluss des Materials nötig, da die ganze Pflanze, das innere Mark (Schäbe) als auch die Fasern verwertet werden. Das gehäckselte Hanfstroh wird mit Lehm und Wasser vermengt und in großformatige Formen gegossen. Das Material wird nicht aufwendig gebrannt, wie dies bei herkömmlichen Ziegeln der Fall ist, sondern lediglich, bei einer Temperatur von 40-50 Grad, luftgetrocknet. Temperaturen in diesen Größenordnungen können solarthermisch erzeugt werden. Auf diese Weise wird ein Baumaterial, mit einer Wärmeleitzahl von unter 0,1 Watt / mk. (Messergebnis der TU Dresden), hergestellt und gleichzeitig die heute geforderte Wärmedämmung, bei einer Außenwanddicke von 36 cm, erfüllt.

Reine Lehmbauten sind allerdings hierzulande nicht häufig anzutreffen, da ein Haus in unseren Breiten auch einmal mit den Füßen im Wasser stehen kann und deshalb eine sichere Statik nicht gewährleistet ist. Was allerdings Tradition hat, ist zunächst ein Tragwerk aus Holz aufzubauen und die Zwischenräume (Gefache) mit Lehm und Stroh auszufüllen, wobei man speziell beim Hanfstroh wesentliche Vorzüge gegenüber dem herkömmlichen Getreidestroh vorfindet. Zum einen ist der Hektarertrag der Pflanze um ein wesentliches höher als bei Getreidearten, was der CO2 Bindung entgegenkommt und zum anderen liegt eine höhere Faseraminierung vor, die für weniger Volumenschwund bei der Austrocknung sorgt und last but not least ist es schädlingsresistenter.

Der Architekt und Entwickler Frank Braun ist zuversichtlich, dass sein Projekt, bei umweltbewussten Bauherren, auf große Akzeptanz stoßen wird, zumal die Erstellungskosten weit unter den marktüblichen Preisen für Energiesparhäuser liegen. Seine Vision geht sogar einen Schritt weiter und sieht in dieser energieeffizienten Einzelform vielleicht schon den künftigen städtebaulichen Entwurf des Informationszeitalters.

Weitere Informationen unter
oder unter Neuzeitbau GmbH, Tel. 030/ 81099474, http://www.neuzeitbau.de

Hanf-Baustoffe

Montag, den 10. Dezember 2007