Polizei: Hanf-Plantagen in Wohnungen gefährlich
Köln - Nach der bundesweiten Razzia gegen Betreiber von Cannabis-Plantagen, hat die Kölner Polizei Bürger aufgerufen, Verdachtsfälle von Plantagen zu melden. Durch laienhafte Installationen könnten Gefahren für andere Hausbewohner ausgehen. Für die Herstellung von Drogen Zuhause brauche man nicht viel: Pflanztöpfe, Bewässerung, Lampen und eine Vorrichtung gegen die Ausbreitung des verräterischen Geruchs.
Für die Aufzucht müsse ein feucht-warmes Klima bei ausreichender Beleuchtung geschaffen werden. Abenteuerliche Elektroinstallationen und überhitzte Lampen seien immer wieder Ursache für Wohnungsbrände. Durch undichte Bewässerungsanlagen entstünden größere Wasserschäden. Daneben gebe es Gesundheitsgefahren durch Schimmelbefall und durch den Einsatz von Pestiziden, Fungiziden sowie durch Gas, das aus schadhaften Hochleistungslampen austrete.
Anzeichen für eine Marihuanaplantage seien dauerhaft verdunkelte Fenster, verlassen wirkende Wohnungen, auffallende Gerüche, unerklärliche Feuchtigkeit im Mauerwerk und nicht erklärbarer Schimmel. Verdächtige Wohnungen sollten immer der Polizei gemeldet werden, da Anpflanzungen auch mit Stromfallen und Selbstschussanlagen gesichert würden. (dpa)






