Neues Dach in Planung?
25. Februar 2008
Das Bauland ist gefunden, die Finanzierung steht, der Entwurf des Hauses begeistert - und wie soll das Dach gedeckt werden? Ein Haus sollte, so heißt es, auf solidem Grund gebaut werden. Das ist richtig. Doch große Bedeutung kommt beim Hausbau auch dem Dach zu. Denn es ist nicht nur die bauliche Krönung des ganzen, es muss das gesamte Bauwerk auch von oben her schützen. Ob konventionell massiv gemauertes Haus oder Fertighaus. Das Dach kann in unterschiedlicher Konstruktionsweise ausgeführt werden. Im Unterschied zur Wandproduktion, die im Fertigbau mit enorm hohem Vorfertigungsgrad in den letzten Jahren immer weiter perfektioniert worden ist, werden auch die meisten Fertighausdächer noch immer zimmermannsmäßig errichtet. Das heißt, man errichtet den Dachstuhl Balken für Balken und Sparren für Sparren vor Ort. Jedoch gehen beim Fertigbau immer mehr Firmen dazu über, die Dachflächen in Sandwich-Bauweise aus im Werk vorgefertigten Großelementen zu errichten.
Es werden zwei unterschiedliche Dämmsysteme bei Dächern angeboten Das Kalt- oder Warmdach. Beim Kaltdach handelt es sich um den althergebrachte Dachaufbau mit Be- und Entlüftung eines zwei- oder mehrschaligen Aufbaus. Die Hinterlüftung der Dachaußenhaut findet in der Dachlatten- bzw. Konterlattungsebene statt. Auch zwischen raumseitiger Unterspannbahn und Wärmedämmschicht wird üblicherweise Luft gelassen, nur bei extrem diffusionsoffener Unterspannbahn kann darauf verzichtet werden. Generell nicht durchlüftet ist das einschichtige Warmdach. Diese Dachvariante wird oft in Form einer so genannten Aufdachdämmung ausgeführt, wodurch der Gesamtaufbau des Daches aus Sparrenebene und darüber liegender Dämmebene wesentlich dicker wird. Auf der anderen Seite handelt es sich um eine ausgesprochen sichere, wärmebrückenfreie Lösung, und man hat ein Sichtgebälk. Die Wärmedämmung wird also zwischen oder über den Sparren angeordnet, in seltenen Fällen auch darunter. Bei Niedrigenergie- und Passivhäusern kann die geforderte Dämmstoffdicke auch Kombinationen aus Dämmung unter und zwischen beziehungsweise über und zwischen den Sparren erfordern. Als Dämmmaterialien kommen wie in den Fertighauswänden Mineralfasern, also Glas- oder Steinwolle sowie Hanf in Plattenform oder von der Rolle in Betracht. Daneben gibt es Platten aus Kunststoffen wie Polystyrol oder auch aus Holzweichfasern.
Der richtige Ziegel fürs Dach Mit der wichtigste Teil des Daches ist die Dacheindeckung. Die Eindeckmöglichkeiten gehen von Beton-Dachsteinen über Tonziegel bis hin zu Metalldachpfannen. Mit Hightech-Dachsteinen bleibt das Dach länger sauber. Ein sicheres und ansprechendes Dach ist immer ein Grund zur Freude. Doch gerade das Dach ist dem Einfluss des Wetters stärker ausgesetzt als jeder andere Teil des Hauses. Bei der Auswahl des Bedachungsmaterials sollten Bauherren daher auf langjährige Herstellergarantien achten. Vorteile bieten auch Dachsteine, die mit Schmutz abweisender Wirkung ausgerüstet sind. Diese ausgeklügelte Technik des Herstellers ist inzwischen zum Standard bei vielen Dachsteinen geworden. Daher finden Bauherren, die vor einer Neueindeckung oder Sanierung stehen, für jedes Haus ein passendes Modell. Die Dachsteine sind in den Oberflächen „Matt” und „Seidenmatt” sowie in zahlreichen Farb- und Formvarianten erhältlich. Bauherren sollten sich bereits bei der Entscheidung für ein bestimmtes Ziegelmodell unbedingt kompetenten Rat beim Fachmann einholen und auch später bei der Eindeckung mit dem ausgesuchten Ziegel nur Fachleute aufs Dach lassen. Nur so kann langfristig ein sicheres Dach überm Kopf gewährleistet werden. |
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Die beiden Maturandinnen Martina Häfeli (links) und Yvonne Arnold. (Foto: Daniel Regli)